Es sind Palmfarne (Cycadales) und gehören zu den Urzeitpflanzen, von denen viele Arten zwischenzeitlich vom Aussterben bedroht sind und einige Arten in freier Natur überhaupt nicht mehr zu finden sind. Viele Arten sind mittlerweile in Anhang I des Washingtoner Artenschutz-Übereinkommes (Cites) gelistet, die anderen Arten in Anhang II und ein Großteil der Arten ist auf der Roten Liste als gefährdet eingestuft.
Ihr Verbreitungsgebiet reicht vom 30. nördlichen bis zum 35. südlichen Breitengrad wobei direkt am Äquator kaum Pflanzen zu finden sind. Die verschiedenen Gattungen sind auf verschiedene Kontinente beschränkt. Folgende Gattungen gibt es auf den unterschiedlichen Kontinenten: Lepidozamia (Australien), Encephalartos (Afrika), Macrozamia (Australien), Bowenia (Australien), Dioon (Amerika), Zamia (Amerika), Microcycas (Kuba), Ceratozamia (Amerika), Stangeria (Afrika), Chigua (Kolumbien) und Cycas (Südostasien), die sich noch in unterschiedlichen Arten unterscheiden.
Die Stämme der Palmfarne wurden zur Verwendung von Stärke genutzt. Dieses Verfahren war jedoch sehr aufwändig, da die Pflanzen giftig sind und die Giftstoffe vor Verwendung ausgewaschen werden mussten.
Ich habe verschiedene Dünger ausprobiert, aber das beste Ergebnis habe ich mit Substral Osmocote Dünger für mediterrane Pflanzen. N-P-K: 16 – 9 – 10(-2) erzielt. Es handelt sich um einen Langzeitdünger mit einer Wirkungsdauer von 6 Monaten, den ich nach Vorgabe auf der Packung im März/April auf das Substrat gebe und ein wenig an der Oberfläche einarbeite.
Außerdem gibt es alle 14 Tage Nitrosol Oceanic (http://www.nitrosol.co.nz/nitrosol/) ins Gießwasser. Nitrosol ist jedoch in Deutschland nur schwer zu bekommen, eine Anfrage bei exclusive-cycads.com bringt vielleicht ein positives Resultat. Peter Wisbar hat es für Kunden ab und an vorrätig.
Wer Langzeitdünger ungern verwendet, dem sei Wuxal in einer Dosierung von 2 ml pro l Gießwasser empfohlen. Damit alle 14 Tage düngen.
Die meisten Cycadeen haben einen sehr geringen Wasserbedarf, was durch ihre Herkunft auch völlig normal ist. Sie können durch zu viel Wasser schnell ins Jenseits befördert werden. Pro Woche wird bei warmer Temperatur einmal gegossen und dann auch nur sehr wenig. Diese Pflanzen dürfen nie Wasser im Untersetzer stehen haben, so dass die Wurzeln dauerhaft nass sind. Die Wurzeln faulen dann recht schnell. Deshalb ist es auch sehr wichtig ein extrem durchlässiges Substrat zu verwenden, das die Pflanzen zwar Feuchte haben, aber keine Nässe. Regenwasser ist für diese Pflanzen nicht geeignet, da dann die Gefahr einer Pilzerkrankung besteht. Ich persönlich verwende im Winter Leitungswasser und im Sommer Brunnenwasser. Das Brunnenwasser lasse ich einige Stunden in der Sonne stehen, damit es nicht so eiskalt ist.
Wenn man sich z.B. die Klimadaten von Südafrika anschaut, woher die Encephalartos kommen, sieht man, das der wenige Regen meistens im Sommer fällt, also bei hohen Temperaturen und deshalb reicht es auch aus, diese Pflanzen im Winter nur alle 4 Wochen ganz gering zu gießen. Aber selbst im Sommer ist es kein Problem die Pflanzen während eines Urlaubs ohne Wasser zu lassen. Die meisten Pflanzen sterben nicht an zu wenig, sondern an zu viel Wasser!!!
Sehr gute Erfahrungen habe ich persönlich mit den Pflanzgefäßen und dem Substrat „Pon“ von Lechuza gemacht. Das Pon lässt sich auch gut in einem Verhältnis von 7 Teilen Pon und 3 Teilen Kieselgur mischen und in allen anderen Pflanztöpfen verwenden. Bei den Lechuzatöpfen kommen jedoch nur die Töpfe der LS-Serie (classico LS und quadro LS) infrage, da nur bei diesen Töpfen eine Kontrolle über die Wurzeln gegeben ist. Ich kontrolliere alle 4 Wochen die Wurzeln und steckt mal eine Pflanze eine Wurzel ins Wasser, schneide ich die Wurzel ab. Den Wasservorratsbehälter fülle ich nie mehr als max. bis zur Hälfte. Im Winter bei kühler Überwinterung gibt es überhaupt kein Wasser im Topf sondern die Pflanzen stehen komplett trocken und bekommen alle 4 Wochen einen Schluck Wasser von oben. Leider haben die Töpfe keine so große Tiefe, so dass nicht alle Pflanzen dafür geeignet sind. Ansonsten verwende ich hohe Rosentöpfe und nehme dort das Gemisch Pon/Kieselgur als Substrat, bei größeren Pflanzen auch noch ein wenig Pflanzenerde und Pinienrinde dazu. Einige Pflanzen, die ich noch nicht umgetopft habe, stehen auch im Substrat, das von Peter Wisbar (www.exclusive-cycads.com) verwendet und angeboten wird, was auch sehr gut ist. Egal in welchem Substrat die Pflanzen stehen, gegossen wird nur einmal pro Woche und im Winter bei kühler Überwinterung nur alle 4 Wochen.
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Erfahrungen mit Cycadeen wie Encephalartos, Cycas, Dioon, Zamia, Macrozamia usw.
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