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Cycas revoluta

Eine wunderschöne Pflanze mit einem Stamm von fast 50 cm. Dieser Cycas revoluta hat mich immer wieder geärgert, indem er im Winter in der dunkelsten Jahreszeit seinen Austrieb machte. Er war so schwer zu beleuchten durch seine Größe, das die Blätter jedes Mal zu lang wurden und seine Krone nicht gut aussah. Nun habe ich an ihm getestet, wie er sich verhält, wenn ich ihm alle Blätter schneide. Im zeitigen Frühjahr 2013 habe ich alle Blätter geschnitten und im August 2013 hat er neu ausgetrieben und weit über 20 Blätter geschoben. Den Winter über tat sich nichts und nun fängt er langsam an seine Blätter zu senken. Ich hoffe, das es geklappt hat und er auch in diesem Jahr wieder im Sommer neue Blätter macht.

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Der richtige Standort für Cycadeen

Der richtige Standort für Cycadeen ist sehr unterschiedlich von vollsonnig bis schattig. Die mir bekannten „blauen“ Arten lieben alle volle Sonne, Encephalartos paucidentatus z.B. und Encephalartos villosus mögen es schattig und viele Sorten lieben einen halbschattigen Platz, wie z.B. Cycas revoluta. Man sollte sich bei jeder Pflanzenart darüber informieren wo die Art am Naturstandort wächst. Dann ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite und die Pflanze fühlt sich wohl.

Egal wie der Standort im Sommer gewählt wird, wichtig ist die Pflanze langsam an die Sonne im Freien zu gewöhnen, damit die Blätter nicht verbrennen. Meine Pflanzen bekommen täglich 15 Minuten länger Sonne und das hat bisher immer gut geklappt.

Bei Pflanzen, die frisch nach Deutschland gekommen sind, ist es wichtig sie immer schattig zu stellen und zwar so lange bis die Wurzeln sich regeneriert haben. Da ein Großteil der Wurzeln auf dem langen Transportweg eintrocknen, ist die Pflanze nicht fähig ihre Blätter ausreichend zu versorgen und das Resultat wäre, das alle Blätter verloren gehen. Diese Veranlagung haben ohnehin viele frisch importierten Pflanzen. Darüber wird ein guter Händler aber beim Kauf ausreichend informieren!

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Dioon edule

Dieser wunderschöne Dioon edule kam im Herbst 2012 mit einem Caudex von 24 cm zu mir. Er hatte keine Blätter, aber dafür einen männlichen Cone. Den Cone habe ich abgeschnitten, damit die Pflanze nicht noch mehr Kraft in ihn investiert und er stand den Winter über kühl. Kaum war er im Frühjahr 2013 draußen trieb er 8 neue Blätter und zur Zeit fängt er an sich zu öffnen und ich rechne im Sommer mit einem neuen Austrieb.

oben links: Cone

oben rechts: wunderschöne Färbung der neuen Blätter

unten links: Sommer 2013

unten rechts: gut zu sehen, wie sich die Blätter gesenkt haben als Vorbereitung auf einen neuen Austrieb

 

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Beleuchtung im Winter

Wenn eine Pflanze bei mir im Winter neu austreiben will, bekommt sie eine Zusatzbeleuchtung, die wie folgt aussieht:

Bei kleinen Pflanzen baue ich mir eine Röhre, die aus Pappe mit einer Innenbeschichtung aus Alu-Folie besteht. (Haushalts-Alu-Folie auf Pappe geklebt) Zur Beleuchtung verwende ich  LED Pflanzenlampen mit 168 LEDs, die nur einen sehr geringen Stromverbrauch haben, mit roten und blauen LEDs. Die geben keine Wärme ab, so dass sie sehr tief – direkt über den Austrieb – in die Röhre gehängt werden können. Durch die Alufolie reflektiert das Licht, es kann nichts nach außen abstrahlen und ist dadurch verstärkt auf den Austrieb gerichtet.

Für große Pflanzen verwende ich LED-Paneels in einer Größe von ca. 30 x 30 cm oder verwende auch mal 3 kleine LED-Leuchten und verfahre wie bei den kleinen Pflanzen. Abhängig davon wie die Blätter gewachsen sind, müssen sie dann schon mal ein wenig auseinandergedrückt oder zusammengebunden werden.  An die Beleuchtungspaneelen bringe ich die mit Alu-Folie beschichtete Pappe mittels Klettband direkt an, so dass es dann keine Röhre, sondern ein Quadrat ist, in dem die Beleuchtung reflektieren kann.

Die Lampen müssen entsprechend dem Wachstum des Neuaustriebs immer höher gehangen werden und deshalb ist es bei größeren Pflanzen auch wichtig mehr Lichtleistung zu haben, denn der Austrieb soll nicht nur in den Spitzen, sondern bis nach unten Licht bekommen.

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Neuer Austrieb im Winter

Die meisten Leute wissen, das im Frühjahr bei uns alle Pflanzen am austreiben sind. Bei vielen Cycadeen ist das nicht so, sondern sie treiben im Winter. Dafür gibt es eine ganz logische Erklärung, denn z.B. Encephalartos, die aus Südafrika kommen, haben diese Zeit in ihren Genen denn in unserem Winter ist in Südafrika Sommer. Es gibt Pflanzen, die sich nach einigen Jahren hier bei uns umstellen, aber ich habe z.B. einen Encephalartos villosus, der in Europa geboren ist, mittlerweile 12 Jahre alt ist und regelmäßig im Winter neue Blätter treibt.  Da hilft dann nur Zusatzbeleuchtung, sonst sind die Blätter viel zu lang und die Abstände der einzelnen Blattsegente riesengroß. Wenn es ganz heftig kommt härten die Blattstiele auch nicht richtig aus und das überlange Blatt hängt auch noch. Da hilft nur das Blatt abschneiden, um das gute Aussehen der Pflanze zu erhalten.

Bei vielen Arten hilft es die Pflanze über die dunkle Jahreszeit sehr kühl (ca. 10°) zu stellen und ihr erst wieder Wärme zu geben, wenn die Tage länger sind.

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Encephalartos ferox

Oh, wie habe ich mich gefreut, als der schöne große Encephalartos ferox im Winter 2011 kam. Eine wirklich tolle Pflanze! Leider blieb meine Freude nicht lange ungetrübt, denn ich entdeckte Ungeziefer und zwar Wollläuse, ein Alptraum in jeder Cycadeensammlung. Ich spritzte in Abständen immer wieder mit verschiedenen Mitteln, aber nichts half. Die Viecher starben zwar ab, aber die Eier wurden durch nichts abgetötet und nach kurzer Zeit war auf den Blättern wieder ein Befall zu finden. Den Sommer 2012 über stand er draußen und der Befall hielt sich in Grenzen. Klar, die Vögel fanden großen Gefallen an dieser Pflanze und sammelten alles ab. Dann zog der ferox wieder ins Winterquartier und das Ungeziefer explodierte regelrecht. Die Blätter waren weiß von Wollläusen und ich entschloss mich Anfang 2013 alle Blätter zu schneiden und ihn sehr kühl zu stellen. Den Sommer 2013 verbrachte der Caudex wieder draußen und trieb recht schnell neue Blätter mit Wollläusen! Zum Einzug ins Winterquartier schnitt ich ihm die Blätter wieder ab und  fand im Frühjahr 2014 dann einen uralten Rest eines Ungeziefermittels, das schon etliche Jahre im Keller stand. Mir war die Dosierungsempfehlung egal, denn für mich stand fest, das ich eine Pflanze auf Dauer mit so starkem Ungezieferbefall nicht in der Sammlung halten konnte und so verfuhr ich nach dem Motto: entweder tötet es das Ungeziefer oder die Pflanze und kippte es in hoher Konzentration über den Caudex! Es hat geklappt und ich habe nun einen Encephalartos ferox, der 7 wunderschöne neue und vor allem ungezieferfreie Blätter hat! Ich habe in diesem Jahr keine Wolllaus mehr gefunden, aber es hat gezeigt, wie resistent das Ungeziefer doch teilweise gegen gebräuchliche Gifte ist. Das von mir zum Schluss verwendete Mittel ist schon einige Jahre nicht mehr im Handel erhältlich.

Meine Erfahrung aus diesem Erlebnis war, das ich beim falschen Händler gekauft hatte, denn auch zwei andere Cycadeen, die ich dort erworben hatte, hatten Wollläuse!

Das Foto zeigt den Encephalartos ferox in seinem ersten Sommer draußen.

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Was sind Cycadeen?

Es sind Palmfarne (Cycadales) und gehören zu den Urzeitpflanzen, von denen viele Arten zwischenzeitlich vom Aussterben bedroht sind und einige Arten in freier Natur überhaupt nicht mehr zu finden sind. Viele Arten sind mittlerweile in Anhang I des Washingtoner Artenschutz-Übereinkommes (Cites) gelistet, die anderen Arten in Anhang II und ein Großteil der Arten ist auf der Roten Liste als gefährdet eingestuft.
Ihr Verbreitungsgebiet reicht vom 30. nördlichen bis zum 35. südlichen Breitengrad wobei direkt am Äquator kaum Pflanzen zu finden sind. Die verschiedenen Gattungen sind auf verschiedene Kontinente beschränkt. Folgende Gattungen gibt es auf den unterschiedlichen Kontinenten: Lepidozamia (Australien), Encephalartos (Afrika), Macrozamia (Australien), Bowenia (Australien), Dioon (Amerika), Zamia (Amerika), Microcycas (Kuba), Ceratozamia (Amerika), Stangeria (Afrika), Chigua (Kolumbien) und Cycas (Südostasien), die sich noch in unterschiedlichen Arten unterscheiden.

Die Stämme der Palmfarne wurden zur Verwendung von Stärke genutzt. Dieses Verfahren war jedoch sehr aufwändig, da die Pflanzen giftig sind und die Giftstoffe vor Verwendung ausgewaschen werden mussten.

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Düngen

Ich habe verschiedene Dünger ausprobiert, aber das beste Ergebnis habe ich mit Substral Osmocote Dünger für mediterrane Pflanzen. N-P-K: 16 – 9 – 10(-2) erzielt. Es handelt sich um einen Langzeitdünger mit einer Wirkungsdauer von 6 Monaten, den ich nach Vorgabe auf der Packung im März/April auf das Substrat gebe und ein wenig an der Oberfläche einarbeite.
Außerdem gibt es alle 14 Tage Nitrosol Oceanic (http://www.nitrosol.co.nz/nitrosol/) ins Gießwasser. Nitrosol ist jedoch in Deutschland nur schwer zu bekommen, eine Anfrage bei exclusive-cycads.com bringt vielleicht ein positives Resultat. Peter Wisbar hat es für Kunden ab und an vorrätig.
Wer Langzeitdünger ungern verwendet, dem sei Wuxal in einer Dosierung von 2 ml pro l Gießwasser empfohlen. Damit alle 14 Tage düngen.

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